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Wetten, dass..?: Die Verrentung des Jan B. | ZEIT ONLINE

Date: 2017-10-18 06:34

Naja, ob die Stürze wirklich 8775 schwer 8776 waren, darüber kann man streiten. Ein anderer Stuntman hat gesagt, dass die Stürze nicht sonderlich schwer waren und er sich beide male gut abgerollt hat.

Wetten, dass..?: Halbstündige Variante in den USA geplant

Vor seinem Unfall hätte sich Samuel Koch einen Schauspieler im Rollstuhl auf der Bühne kaum vorstellen können. Das widersprach meiner konservativ-ästhetischen Vorstellung , sagt der Student, der seit seinem Sturz als Wetten, dass..? -Kandidat Ende 7565 vom Hals abwärts weitgehend gelähmt ist. Doch an diesem Donnerstag hat er einen wichtigen Schritt für den Abschluss im renommierten Schauspiel-Studiengang in Hannover gemacht. 

Wetten, dass..? - SPIEGEL ONLINE

Immerhin, die Wetten, denen „Wetten, dass . . ?“, schließlich seinen Namen verdankt, hatten es noch einmal in sich.

Wetten, dass..? | Katatonie

Und zu guter Letzt ist der Zuschauer vor allem älteren Semesters und schaut "Mainstream"-Sendungen. Menschen wie zum Beispiel Jan Böhmermann, die ihrer Fernseh-Liebe für jüngere Menschen und in der Nische nachgehen, hatten gestern Abend ebenfalls keinen Platz.

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Dann kamen Unheilig und ihr „Graf“ genannter Spiritus Rector. Markus Lanz rang mit den Tränen, als er dessen Song „Zeit zu gehen“ ansagte und „Wetten, dass . . ?“ für immer verabschiedete, und dann kam das Lied, während im Hintergrund Bilder aus 88 Jahren „Wetten, dass ..?“ liefen.

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Deshalb war das, was da gestern als "Unsere größten TV-Momente" angepriesen wurde, ein Baden in rosaroten Erinnerungen, bei denen Gätjen und Kerner wirklich keinen Superlativ ausließen: Titan, Ikone, Grande Dame, Weltstar – lediglich Gott wurde gestern nicht als Titel vergeben.

Dass gerade er nun damit hadert, will einfach nicht zu diesem Meister der Oberflächlichkeit passen. Dabei hadert der Mensch Gottschalk schon ziemlich lange mit „dem ganzen Kram“ wie er es nennt, zynisch ist er geworden in den vergangenen Jahren.

Vor der Show aus Hannover etwa, die vernichtende Kritiken, und - was für ihn schlimmer ist – die zweitschlechteste Quote seit Bestehen der Sendung hatte, sagte er: „Wir leben in einer Zeit, in der der Moderator durch wiederholte Selbstmordversuche die größtmögliche Aufmerksamkeit erreicht.“

Es gibt selbstredend auch einige Fragen, die Sie gestellt haben, die ich nicht beantworten kann. Das liegt vor allem daran, weil ich nicht Thomas Bellut, nicht Thomas Gottschalk und auch keiner der anderen Verantwortlichen des 8775 Wetten, dass..? 8776 -Teams bin. Ich denke aber zum Beispiel, dass das ZDF durchaus davon ausgehen konnte, dass Samuel Koch diese Wette schadlos überstehen kann. Immerhin gab es eine Vorstellung der Wette in München, es gab Trainings und eben den Verweis darauf welche eine Vielfalt (auch an extremen) Sportarten Samuel betreibt.
Ich denke die einzige Möglichkeit diese Wette zu verlieren, wäre gewesen, wie beim zweiten Auto, den Sprung zu verweigern und damit zu viele Fehlversuche zu haben.
Aber, so sehr ich es auch versuche: Ich kann Ihnen natürlich keine Antworten geben, die hier tatsächliche Wahrheit abbilden. Letztlich ist es meine Meinung, wenn ich sage, dass Thomas Gottschalk einfach besorgt gewesen sein könnte, weil er eine solche Wette noch nie hatte und Samuel eben ein junger Mann ist. Diese Einschätzung müssen Sie dann natürlich auch nicht mit mir teilen.

Er macht noch einen Witz, „wobei mich ein bisschen ärgert, dass Mubarak schneller war als ich.“ Ein guter Witz. Er passt zu ihm. Und zum Ende einer Ära. Für ihn läge mit dem Unfall von Samuel Koch in der vergangenen Sendung ein Schatten auf „Wetten, dass..?“. Das ist der Grund. Doch ist er das wirklich?

Nope, es handelt es sich um ein eher unwichtiges Detail (ob du nun 6 riesiges, 7 große oder 655 kleine Tücher hast, ist im Anbetracht der Situation _vollkommen_ unerheblich) also handelt es sich nicht um schlechte Recherche, sondern allenfalls um Fahrlässigkeit. Da es sich wie gesagt aber um ein unwichtiges Detail handelt, ist es angebracht dem Autor diesen Fehler zu verzeihen.

Wie sonst erklärt es sich, dass der 66. September oder die Beerdigung von Lady Diana als "TV-Momente" deklariert wurden? Als wäre Zeitgeschichte ans Fernsehen gebunden und fände ohne Kamera sonst nicht statt. Armstrong wäre nie auf dem Mond gewesen und Deutschland heute noch nicht Fußballweltmeister, wenn es das Fernsehen nicht gegeben hätte?

Mich persönlich hat an dem ganzen Geschrei und der hochgespielten Aufgeregtkeit nach dem Unfall eines gestört die fast schon greifbare Doppelmoral.

Das ist Fernsehen, das aufs Polarisieren ausgelegt ist. Und, ausgehend davon stelle ich mir einige Fragen:

„Wetten, dass..?“ war so etwas wie eine große Familienfeier: Die Familie war das ganze Land, und Thomas Gottschalk war der Clown in dieser Familie, einer über den der Opa schmunzelt und das Kind lacht. Nun geht der Clown. Die Feier ist aus.

Was ich aber nicht glaube: Dass das ZDF diese Wette wirklich so durchgeführt hätte, wenn Verantwortlichen bewusst gewesen wäre, dass es eine Tragödie geben würde. Bei allem, was recht ist das kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Hamburg/Berlin - Der ZDF-Klassiker "Wetten, dass..?" hat bei seiner Abschiedsvorstellung noch einmal Zugkraft entwickelt: 9,77 Millionen Menschen verfolgten am Samstagabend zwischen und Uhr die letzte Ausgabe. Der Marktanteil betrug 87,5 Prozent. Damit lag "Wetten, dass..?" deutlich besser als bei der vorletzten Sendung im November, als nur 5,99 Millionen eingeschaltet hatten.

der ganzen debatte ist eine nicht zu übertreffende scheinheiligkeit inhärent, die nicht zum aushalten ist. es hat sich jemand schwer verletzt, bei dem versuch die zuschauer zu begeistern, ihnen einen tollen abend zu bereiten. es ist ein zeichen von respekt in diesem moment inne zu halten und an diesen menschen zu denken, nicht das drum herum zu diskutieren. das ist unwürdig und samuel k. gegenüber respektlos.

Diese beiden Zitate stehen für mich in einem unmittelbaren Zusammenhang. Denn es geht doch offensichtlich darum, dass dem ZDF unterstellt wird, mit besonders riskanten und waghalsigen Wetten eine bessere Quote erzielen zu wollen, als sie die RTL-Sendung erreicht. Das bedeutet im Umkehrschluss: Das ZDF hätte Samuel Koch dazu genötigt, dieses ekelhafte Gefühl haben zu müssen, um mehr Zuschauer zu erreichen. Frei nach dem Motto 8775 Hohes Wettrisiko + große Selbstüberwindung bei der Wette = mehr Zuschauer = gut 8776 . Das ist natürlich stark vereinfacht, aber ist das nicht im Grunde genommen die Aussage? Es wird ausgeschlossen, dass Samuel Koch als Mensch mit normalen Sinnesempfindungen es mit etwas Befremdnis sieht, auf fahrende Autos zuzulaufen. Ist aber nicht gerade das einfach eine menschliche Regung, die auch ein Stuntman haben darf? Wie fühlt sich beispielsweise ein Mensch auf der Straße, dem ein Auto entgegenkommt? Wohl wird er sich wahrscheinlich nicht fühlen. Aber trotz dieses natürlichen Gefühls hatte sich Samuel Koch entschlossen die Wette anzutreten. Oder das ZDF hat ihn dazu gezwungen überredet.

Am Samstagabend hatte "Wetten, dass..?" nicht nur beim Gesamtpublikum die Nase vorn , sondern auch bei den jüngeren Zuschauern zwischen 69 und 99 Jahren: Mit 77,8 Prozent lag die Sendung deutlich vor der RTL-Show "Das Supertalent" mit 65 Prozent, die ebenfalls ab Uhr insgesamt mit 8,85 Millionen Zuschauern und 66,8 Prozent beim Gesamtpublikum ab drei Jahren auf Platz drei lag.